»Everyone considered him the coward of the county« Der Busfahrer der M41 bietet allen Fahrgästen eine solide musikalische Unterhaltung und mir eine gelungene Einstimmung auf den Konzertabend. Matt Elliott tritt in dem Moment auf die Bühne, in dem ich den Privatclub betrete. Der Applaus gilt ihm. Das erste Stück ist zum Warmspielen inklusive anschließender Entschuldigung für das Saxophon: The one in the room who likes the saxophone is the arsehole playing it. Die Lüftung ist laut und dient als zusätzliche Schicht auf den vielfach aus Gitarren-, Saxophon- und Gesangsfiguren geschichteten Liedern. Vor mir im Publikum eine völlig übertrieben und zu schnell hin und her wiegende, eher wankende Person. »It's cold I'm afraid / It's been like this for a day / The water is rising and slowly we're dying / We won't see a light again / We won't see our wives again« Höhepunkt des Konzerts ist eine großartig ausufernde Version von The Kursk. Und weil es schon kurz nach acht begann, ist das vielleicht halb ausverkaufte Konzert um viertel vor zehn auch schon wieder vorbei. »This is how it feels to be alone«
Heute letzter Julitag. Am ersten Julitag im Haus der Berliner Festspiele bei der Oper Einstein on the Beach gewesen. Liegt in meinen Erinnerungen bereits weit hinten, so wie mittlerweile vieles, was mehr als ein paar Tage her ist, gefühlt in einem anderen Leben stattgefunden hat. Jeden Tag zu viele neue Dinge, die für einen kurzen Moment den Platz der Vortagsdinge einnehmen.
Kein Wunder, dass Paare im Publikum näher zusammenrücken. Schwelgen und Härten sind immer eng beieinander.
Dazwischen die Diamantene Hochzeit meiner Eltern. Sehr froh, dass die Feierlichkeiten wie geplant über die Bühne gehen konnten und dann auch gegangen sind. So etwas feiert man ja nicht jeden zweiten Tag.
Das WIFIonICE war heute vormittag auf der Zugfahrt von Hamburg nach Berlin so stabil, dass ich dem Livestream einer aus dem Verzehr und der Verwendung von Süßigkeiten bestehenden Musikperformance aus Tokyo folgen konnte, während draußen vor dem Fenster die Kühe auf den Weiden vorbeiflogen.
Gestern nach bummelig zwei Jahren wieder Bandprobe. Dafür, dass zwei Drittel der Band in der Zwischenzeit ihr Instrument quasi nicht gespielt hatten, war es zwar nicht gut, aber auch nicht ganz arg schlimm. Und es hat soviel Spaß gemacht, dass es nicht noch einmal zwei Jahre, sondern nur vier Wochen bis zur nächsten Probe dauern soll.
Nachösterlicher Wochenrückblick. Vier Tage am Stück und quasi ohne Unterbrechung und ohne Hektik Ticket für Ticket an genau einem Projekt gearbeitet. Dieses webdev-Gedöns muss gar nicht so unangenehm sein, wie es meist daherkommt. Am Dienstag im Loophole mit siwomat, elstern und shitvector erfolgreich die Konzertjahrespremiere absolviert. Einer von Zweien mit Maske im Publikum gewesen. Und beim Biertrinken immer daran gedacht, die Maske kurz herunterzuziehen.
Man hat es hier mit einem ins Ozeanische ausgedehnten Werk zu tun, schreibt Benjamin Moldenhauer in konkret 1/2022 zum 70. Geburtstag des Jazzmusikers William Parker.
There is one lullaby which is widely known through the South and which is reported in many varying forms, but with the spirit and the tune practically the same.