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    <title>musik &amp;mdash; tobenschmidt</title>
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    <description>Waiting (around to die|for the miracle to come)</description>
    <pubDate>Tue, 05 May 2026 20:57:50 +0000</pubDate>
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      <title>Drei Tage A L’ARME! VOL. XII FINALE</title>
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      <description>&lt;![CDATA[Aus irgendeinem Übermut heraus hatte ich mir einen Festivalpass für alle drei Tage vom A L&#39;ARME!-Festival gekauft, das 2024 vom 8. bis 10. August letztmalig stattfand. Am ersten Abend brachte mich ein Zug gerade eben noch bis zum Ostbahnhof, während meine Begleitung sich wegen eines herrenlosen Koffers und der daraus folgenden Sperrung am Bahnhof Alexanderplatz verspätete.&#xA;!--more--&#xA;Nur deshalb schaute ich mir wahrscheinlich den Auftakt im Radialsystem an, den Auftritt von Leila Bordreuil, die zunächst ihr Cello langsam hin und her bewegte, so leise brummend-wabernde Töne erzeugte, aber bald schon mit Hilfe von verzerrenden Effekten schmerzhaft laut – nach Ohrstöpseln war mir irgendwie nicht – die Halle ausfüllte. Gefiel mir gut, vielleicht zehn Minuten zu lang. Anschließend passte es, abgesehen von einzelnen Passagen, im Zusammenspiel bei Narr // Steidle, begleitet durch Live Visuals von Saou TV, nicht so richtig zusammen. Antumbra von Stemeseder Lillinger war dagegen so gut wie erhofft, so dass ich mir am letzten Abend noch das Album am Plattenstand kaufte. Schwer zu beschreibende Musik. Schlagzeug, Piano, etliche Instrumente mehr, Elektronik, schief-melodisch, rhythmisch-fragmentarisch, was weiß ich. Den ersten Abend beendeten Haino/Salvo/Nilssen-Love brachial und laut. Laut im Sinne von SEHR LAUT. Gitarre gegen Saxophon gegen Schlagzeug. Mit meiner Begleitung noch ein Bier zum Abschluss und dann knapp die letzte Ringbahn erwischt. Mein Mitgefühl der Person, die vom Ostbahnhof Ahrensfelde erreichen wollte, aber nur noch eine S‑Bahn bis Lichtenberg nehmen konnte.&#xA;&#xA;Ein Mensch mit einem Cello alleine und von Scheinwerferlicht hell erleuchtet auf einer ansonsten dunklen Bühne&#xA;smallLeila Bordreuil Solo || Leila Bordreuil (US) – Cello, Electronics/small&#xA;&#xA;Drei Menschen auf einer Bühne, einer am Schlagzeug, einer an der Gitarre und einer an einem Tisch sitzend am Laptop, auf der Leinwand hinter der Bühne abstrakte Formen in Grautönen&#xA;smallNarr // Steidle + Saou TV || Steffi Narr (DE) – Electric Guitar | Oliver Steidle (DE) – Drums | Saou TV (JP/DE) – Live Visuals/small&#xA;&#xA;Dunkle Bühne, auf der schemenhaft zwei Menschen an verschiedenen Instrumenten zu erkennen sind, Schlagzeug und elektronische Instrumente, auf der Leinwand darüber sind helle Punkte und Striche zu sehen, die an einen Morsetext erinnern, im Hintergrund leuchtet hell ein Notausgangsschild&#xA;smallAntumbra: Stemeseder–Lillinger || Elias Stemeseder (AT/DE) – Synthesizer, Electronics | Christian Lillinger (DE) – Drums, Electronics/small&#xA;&#xA;Drei Menschen muszieren auf einer Bühne in rötlich-lilanem Scheinwerferlicht, Gitarre, Schlagzeug mit zwei großen Gongs, Saxophon, ein paar Hinterköpfe von Menschen im Publikum, schräg fotografiert, so dass die Bühne von links unten nach rechts oben ansteigt&#xA;smallHaino/Salvo/Nilssen-Love || Keiji Haino (JP) – Electric Guitar, Vocals | Sofía Salvo (AR/DE) – Baritone Saxophone | Paal Nilssen-Love (NO) – Drums/small&#xA;&#xA;Einlass war am zweiten Abend nicht am rechten, sondern am linken Tor. Die Lautstärke des Vorabends, so nahm ich an, hatte einige große Äste von einem Baum direkt am ursprünglichen Eingang abbrechen lassen. Ich kam zu den letzten Sätzen der Begrüßung an und kurz darauf begann Økse eine Art Hip-Hop-Jazz mit DJ zu spielen. Halb free, halb Song. Auf dem Album auch mit vier Rappern, live bei diesem Auftritt aber ohne. Nicht ganz mein Ding, aber das lässige Schlagzeugspiel von Savannah Harris begeisterte mich sehr. Mit einem reichlich sauren Sauerbier namens Berliner Eiche in der Hand rein in den etwas kleineren Saal, in den man im Gegensatz zur größeren Halle Getränke mitnehmen durfte, und sitzend Ephemeral Fragments ergänzt durch Emilio Gordoa gelauscht. Ruhig, mit einem irgendwie traurigen Grundton, dazu passend hübsch krakelige Live-Zeichnungen von Lena Czerniawska auf der Leinwand über der Bühne. Von I Like To Sleep hatte ich mich im Vorfeld durch ein vergleichsweise konventielles Stück täuschen lassen. Die Band bollerte – ob der Sound vom Schlagzeug wirklich so gewollt war? – kompromisslos durch ihren Auftritt. Nicht schlecht, Vibraphon höre ich gerne, Baritongitarre ist nicht ganz alltäglich, etwas entspannter wäre mir aber auch recht gewesen. Vielleicht war ich durch die vorangegangenen Auftritte schon langsam weichgekocht oder hatte in meinem Leben noch nicht genug Manowar-Konzerte besucht (keins), aber es folgte ein echter Härtetest in Sachen Lautstärke. Yexxen war auch mit Ohrstöpseln hart an der Grenze des Aushaltbaren. Das war so ausdauernd brachial und ausufernd intensiv, dass ich praktisch wie gelähmt vor der Bühne stand. Es war herrlich! Dann sollte getanzt werden und es wurde getanzt. Naaljos Ljom drehten den Abend zum Abschluss mit ihrer elektronisch aufgebrochenen und erweiterten norwegischen Folklore nochmal in eine andere Richtung. Mich konnte das zu später Stunde nicht mehr vollständig packen.&#xA;&#xA;Ein Schild warnt mit der Aufschrift &#39;Fallende Äste&#39; und der Zeichnung eines Baums, von dem gerade ein Ast abbricht.&#xA;smallGefahrenbereich/small&#xA;&#xA;Vier Menschen musizieren auf einer in lilanes Licht getauchten Bühne mit Saxophon, Bass, Schlagzeug und DJ-Equipment&#xA;smallØkse || Savannah Harris (US) – drums | Val Jeanty (US) – electronics | Mette Rasmussen (NO/DK) – alto saxophone | Petter Eldh (SE/DE) – double-bass, electric bass, electronics/small&#xA;&#xA;Drei gut sichtbare Menschen und ein fast komplett verdeckter Mensch auf einer in bläuliches Licht getauchten Bühne, auf der Leinwand über der Bühne eine krakelige Zeichnung eines Kopfs mit zwei weinenden Gesichtern&#xA;smallEphemeral Fragments &amp; 1:∞ Gordoa Czerniawska || Korhan Erel (DE) – synthesizer | Florian Walter (DE) – tubax | Emily Wittbrodt (DE) – cello | Emilio Gordoa (MX/DE) – snare, electronics | Lena Czerniawska (PL/DE) – drawing/small&#xA;&#xA;Drei Menschen musizieren auf einer Bühne mit Schlagzeug, Baritongitarre und Vibraphon, einige Mikrofone und Verstärker, über der Bühne eine verfremdete Draufsicht des Geschehens auf der Bühne in weiß-rot-schwarz, im Vordergrund ein Teil eines Mischpultes&#xA;smallI Like To Sleep || Amund Storløkken Åse (NO) – vibraphone, electronics | &#xA;Nicolas Leirtrø (NO) – baritone guitar | Øyvind Leite (NO) – drums/small&#xA;&#xA;Vier Menschen im Scheinwerferlicht auf einer Bühne mit Saxophon, Lap-Steel-Gitarre, Schlagzeug und Bass, einige Verstärker, eine leere Leinwand dahinter&#xA;smallYexxen || Sofía Salvo (AR/DE) – baritone saxophone | Claire Nico (CA/DE) – lap steel guitar | Guido Kohn (AR/DE) – electric bass | Bobby Glew (UK/DE) – drums, electronics/small&#xA;&#xA;Zwei Menschen musizieren auf einer Bühne mit elektronischen und traditionellen norwegischen Intrumenten&#xA;smallNaaljos Ljom || Anders Hana (NO) – mouth harp, fiddle, Hardanger fiddle, langeleik | Morten Joh (NO) – analog synths, drum machine, Norwegian folk drum/small&#xA;&#xA;Mit deutlichen Ermüdungserscheinungen machte ich mich zum dritten Festivaltag auf. Der Abschlussabend war der im Mai 2024 gestorbenen Monika Döring, qa music-obsessed icon of Berlin’s cultural scene/q, gewidmet. In einem Interview von 2023 erwähnt sie eine Reihe der auftretenden Künstler\innen. Ein Polizeieinsatz störte den S‑Bahnverkehr und ich erreichte den Auftritt von hÄK/Danzeisen erst zwei Stücke vor Ende. Halb so schlimm, ich hatte die Band vor nicht allzu langer Zeit – ok, 2021, ist auch schon einen Moment her – live gesehen. In der Halle spielte Caspar Brötzmann erst alleine Bass, dann zusammen mit Farida Amadou. Beide hatten sichtbar Spaß am gemeinsamen Auftritt. Zwischendurch schnell nachschauen, wie es bei HSV gegen Hertha steht (1:0). Zu Gudrun Guts technoider Elektromusik tanzte das Publikum und ich war sehr froh, Musik zu hören, die dichter als alles bisher Gehörte am klassischen Popsongformat dran war. Die den Abend über von der anderen Spreeseite herüberklingende Bluesband war nicht die gewünschte Abwechslung. Ich machte mit meiner zuckerfreien Kola zu lange draußen Pause, verpasste so den Anfang von Johansson/Jelinek und kam nicht mehr in den Saal. Mist, komplett voll. Zu meinem Glück verließen zwischendurch genügend Personen den Saal, so dass ich mit anderen Wartenden nachrücken konnte. Die wenigen Minuten, die ich noch vom Konzert mitbekam, waren das Warten wert. Angenehm dezent. Der wahrscheinlich unaufdringlichste Auftritt des Festivals. Ich bin zwar noch nicht so wie Sven-Åke Johansson über 80 Jahre alt, aber mir taten mittlerweile die Füße weh und etwas zu müde war ich auch. Für Frank Bretschneider und danach Byetone nahm ich auf der Sitztribüne Platz und hörte mir das Geschehen aus der Ferne an. Frank Bretschneiders elektronische Musik begann mir etwas langweilig, legte aber noch kräftig zu bis die Tribüne vibrierte. Byetone ballerte von Anfang bis Ende geraden Techno durch die ihm zur Verfügung stehende Zeit. Ich tanzte im Sitzen mit. Keiji Hainos Soloauftritt, den ich mir nicht vollständig anhörte, führte noch einmal zurück ins Lärmige. Im Publikum waren einige zugehaltene Ohren zu beobachten. Die Zielgerade des Abends war wieder elektronisch. Leider fehlt mir nach zwei Tagen schon weitestgehend die Erinnerung an den Auftritt von Grischa Lichtenberger. Meine musikalische Aufnahmefähigkeit war zu dem Zeitpunkt – wenig überraschend – erschöpft. Vielleicht lag es auch an den erschöpften Vorräten im Verkauf und dem damit erzwungenen Bierwechsel für das letzte Getränk. Ich meine aber, dass mir das, was ich hörte und sah, ziemlich gut gefiel. Robert Lippok haute dann noch auf eine Trommel, machte dazu oder daraus elektronische Musik, während Lucas Gutierrez hübsche Bilder und Formen auf die Leinwand schickte. Ich hörte mir noch ein paar Minuten von Electro Indigos* DJ-Set an, konnte mich zum Tanzen aber nicht mehr aufraffen und bevor ich zu dem harten Techno im Stehen einschlief, machte ich die Biege.&#xA;&#xA;Zwei Menschen auf einer Bühne, einer am Schlagzeug, einer an elektronischen Gerätschaften, über der Bühne eine Leinwand, auf der eine verfremdete Draufsicht der Bühne mit den dort gerade musizierenden Menschen zu sehen ist, durch ein raumtrennendes, feinmaschiges Netz fotografiert, so dass Bühne, Menschen und Instrumente nur schwer zu erkennen sind&#xA;smallhÄK/Danzeisen || Bernd Nobert Wuertz​ (DE) – electronics | Philipp Danzeisen​ (DE) – drums/small&#xA;&#xA;Zwei Menschen spielen auf einer Bühne jeweils einen Bass, mehrere Verstärker, ein Mikrofon, ein paar Hinterköpfe von Menschen im Publikum&#xA;smallCaspar Brötzmann Bass Totem / Amadou || Caspar Brötzmann (DE) – long scale electric bass, vocals | Farida Amadou (BE) – electric bass/small&#xA;&#xA;Ein Mensch am Laptop auf einer Bühne im lila-roten Scheinwerferlicht, zwei Mikrofone, einige Verstärker, auf der Leinwand dahinter eine Videoprojektion in etwa den gleichen Farben&#xA;smallGudrun Gut (Monika Enterprise) || Gudrun Gut (DE) – modular, voice/small&#xA;&#xA;Zwei Menschen auf einer Bühne, einer am Schlagzeug, einer an elektronischen Gerätschaften, durch ein raumtrennendes, feinmaschiges Netz fotografiert, so dass Bühne, Menschen und Instrumente nur schwer zu erkennen sind&#xA;smallJohansson/Jelinek || Sven-Åke Johansson (SE/DE) – percussion | Jan Jelinek (DE) – modular/small&#xA;&#xA;Etwas weiter entfernt bedient ein Mensch auf einer Bühne elektronische Gerätschaften, bläuliches Licht, schemenhaft erkennbares Publikum vor der Bühne&#xA;smallFrank Bretschneider (raster)﻿ || Frank Bretschneider (DE) – modular/small&#xA;&#xA;Etwas weiter entfernt bedient ein Mensch auf einer Bühne in grünliches Licht getaucht elektronische Gerätschaften, davor tanzt und lauscht schemenhaft erkennbar Publikum, auf einer Leinwand hinter Bühne sind schwarz-weiße Strichmuster zu sehen&#xA;smallByetone (raster)﻿ || Olaf Bender (DE) – modular AV/small&#xA;&#xA;Ein hell beleuchteter Mensch mit langen weißen Haaren und einer Sonnenbrille spielt auf einer ansonsten dunklen Bühne Gitarre und singt&#xA;smallKeiji Haino Solo || Keiji Haino (JP) – electric guitar, vocals/small&#xA;&#xA;Ein Mensch auf einer Bühne, verschiedene elektronische Geräte, zwei Laptops, über der Bühne auf einer Leinwand helle, unterschiedlich breite Streifen, im Hintergrund schemenhaft Publikum&#xA;smallGrischa Lichtenberger (raster) || Grischa Lichtenberger (DE) – electronics / AV/small&#xA;&#xA;Zwei Menschen auf einer Bühne, einer an elektronischen Geräten, einer an einem Laptop, über der Bühne auf einer Leinwand abstrakte, bunte Formen, im Hintergrund schemenhaft Publikum&#xA;smallLippok/Gutierrez AV || Robert Lippok (DE) – drum machines, computer || Lucas Gutierrez (AR) — visuals/small&#xA;&#xA;DJ beim Auflegen, Ansicht von hinten, Menschen auf einer Tanzfläche, alles in bläuliches Licht getaucht&#xA;smallElectric Indigo (female:pressure) || Electric Indigo (AT) — DJ Set/small&#xA;&#xA;Fotos vom Festival von Udo Siegfriedt, auf denen etwas mehr zu erkennen ist:&#xA;&#xA;Day 1 of A L’ARME! VOL. XII FINALE&#xA;Day 2 of A L’ARME! VOL. XII FINALE&#xA;Day 3 of A L’ARME! VOL. XII FINALE&#xA;&#xA;#Berlin #Musik&#xA;&#xA;div class=&#34;post-signature&#34;smalla href=&#34;https://werdings.writeas.com/werdings-tiere&#34;Werdings Tiere/a &amp;middot; a href=&#34;https://write.as/&#34;write.as/a/small/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Aus irgendeinem Übermut heraus hatte ich mir einen Festivalpass für alle drei Tage vom <a href="https://www.alarmefestival.de/tickets-venues">A L&#39;ARME!-Festival</a> gekauft, das 2024 vom 8. bis 10. August letztmalig stattfand. Am ersten Abend brachte mich ein Zug gerade eben noch bis zum Ostbahnhof, während meine Begleitung sich wegen eines <a href="https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2024/08/berlin-bahnhof-alexanderplatz-herrenloses-gepaeckstueck-s-bahn-verkehr-unterbrochen.html">herrenlosen Koffers und der daraus folgenden Sperrung am Bahnhof Alexanderplatz</a> verspätete.

Nur deshalb schaute ich mir wahrscheinlich den Auftakt im <a href="https://www.radialsystem.de/">Radialsystem</a> an, den Auftritt von <a href="http://www.leilabordreuil.com/" title="Her music mixes deep melancholia with harsh noise-walls at ear-bleeding levels"><em>Leila Bordreuil</em></a>, die zunächst ihr Cello langsam hin und her bewegte, so leise brummend-wabernde Töne erzeugte, aber bald schon mit Hilfe von verzerrenden Effekten schmerzhaft laut – nach Ohrstöpseln war mir irgendwie nicht – die Halle ausfüllte. Gefiel mir gut, vielleicht zehn Minuten zu lang. Anschließend passte es, abgesehen von einzelnen Passagen, im Zusammenspiel bei <a href="https://oliversteidle.com/narr-steidle/"><em>Narr // Steidle</em></a>, begleitet durch Live Visuals von <a href="https://saoutanaka.com/"><em>Saou TV</em></a>, nicht so richtig zusammen. <a href="https://www.christianlillinger.com/penumbra"><em>Antumbra</em> von <em>Stemeseder Lillinger</em></a> war dagegen so gut wie erhofft, so dass ich mir am letzten Abend noch das Album am Plattenstand kaufte. Schwer zu beschreibende Musik. Schlagzeug, Piano, etliche Instrumente mehr, Elektronik, schief-melodisch, rhythmisch-fragmentarisch, was weiß ich. Den ersten Abend beendeten <a href="http://www.fushitsusha.com/">Haino</a>/<a href="https://sssalvo.wixsite.com/sofiasalvo">Salvo</a>/<a href="https://www.paalnilssen-love.com/">Nilssen-Love</a> brachial und laut. Laut im Sinne von SEHR LAUT. Gitarre gegen Saxophon gegen Schlagzeug. Mit meiner Begleitung noch ein Bier zum Abschluss und dann knapp die letzte Ringbahn erwischt. Mein Mitgefühl der Person, die vom Ostbahnhof Ahrensfelde erreichen wollte, aber nur noch eine S‑Bahn bis Lichtenberg nehmen konnte.</p>

<p><img src="https://i.snap.as/pH0112E4.jpg" alt="Ein Mensch mit einem Cello alleine und von Scheinwerferlicht hell erleuchtet auf einer ansonsten dunklen Bühne"/>
<small>Leila Bordreuil Solo || Leila Bordreuil (US) – Cello, Electronics</small></p>

<p><img src="https://i.snap.as/DItb15xH.jpg" alt="Drei Menschen auf einer Bühne, einer am Schlagzeug, einer an der Gitarre und einer an einem Tisch sitzend am Laptop, auf der Leinwand hinter der Bühne abstrakte Formen in Grautönen"/>
<small>Narr // Steidle + Saou TV || Steffi Narr (DE) – Electric Guitar | Oliver Steidle (DE) – Drums | Saou TV (JP/DE) – Live Visuals</small></p>

<p><img src="https://i.snap.as/5wVN7e5u.jpg" alt="Dunkle Bühne, auf der schemenhaft zwei Menschen an verschiedenen Instrumenten zu erkennen sind, Schlagzeug und elektronische Instrumente, auf der Leinwand darüber sind helle Punkte und Striche zu sehen, die an einen Morsetext erinnern, im Hintergrund leuchtet hell ein Notausgangsschild"/>
<small>Antumbra: Stemeseder–Lillinger || Elias Stemeseder (AT/DE) – Synthesizer, Electronics | Christian Lillinger (DE) – Drums, Electronics</small></p>

<p><img src="https://i.snap.as/Ijaxo44A.jpg" alt="Drei Menschen muszieren auf einer Bühne in rötlich-lilanem Scheinwerferlicht, Gitarre, Schlagzeug mit zwei großen Gongs, Saxophon, ein paar Hinterköpfe von Menschen im Publikum, schräg fotografiert, so dass die Bühne von links unten nach rechts oben ansteigt"/>
<small>Haino/Salvo/Nilssen-Love || Keiji Haino (JP) – Electric Guitar, Vocals | Sofía Salvo (AR/DE) – Baritone Saxophone | Paal Nilssen-Love (NO) – Drums</small></p>

<p>Einlass war am zweiten Abend nicht am rechten, sondern am linken Tor. Die Lautstärke des Vorabends, so nahm ich an, hatte einige große Äste von einem Baum direkt am ursprünglichen Eingang abbrechen lassen. Ich kam zu den letzten Sätzen der Begrüßung an und kurz darauf begann <a href="https://okse.bandcamp.com/album/kse"><em>Økse</em></a> eine Art Hip-Hop-Jazz mit DJ zu spielen. Halb free, halb Song. Auf dem Album auch mit vier Rappern, live bei diesem Auftritt aber ohne. Nicht ganz mein Ding, aber das lässige Schlagzeugspiel von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Savannah_Harris"><em>Savannah Harris</em></a> begeisterte mich sehr. Mit einem reichlich sauren Sauerbier namens <em>Berliner Eiche</em> in der Hand rein in den etwas kleineren Saal, in den man im Gegensatz zur größeren Halle Getränke mitnehmen durfte, und sitzend <a href="https://florianwalter.bandcamp.com/album/mit-gef-hl"><em>Ephemeral Fragments</em></a> ergänzt durch <a href="https://www.emiliogordoa.com/"><em>Emilio Gordoa</em></a> gelauscht. Ruhig, mit einem irgendwie traurigen Grundton, dazu passend hübsch krakelige Live-Zeichnungen von <a href="https://lenaczerniawska.weebly.com/"><em>Lena Czerniawska</em></a> auf der Leinwand über der Bühne. Von <em>I Like To Sleep</em> hatte ich mich im Vorfeld durch ein vergleichsweise <a href="https://www.youtube.com/watch?v=oy03VawzPbc">konventielles Stück</a> täuschen lassen. Die Band bollerte – ob der Sound vom Schlagzeug wirklich so gewollt war? – kompromisslos durch ihren Auftritt. Nicht schlecht, Vibraphon höre ich gerne, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Baritongitarre">Baritongitarre</a> ist nicht ganz alltäglich, etwas entspannter wäre mir aber auch recht gewesen. Vielleicht war ich durch die vorangegangenen Auftritte schon langsam weichgekocht oder hatte in meinem Leben noch nicht genug Manowar-Konzerte besucht (keins), aber es folgte ein echter Härtetest in Sachen Lautstärke. <a href="https://www.alarmefestival.de/yexxen"><em>Yexxen</em></a> war auch mit Ohrstöpseln hart an der Grenze des Aushaltbaren. Das war so ausdauernd brachial und ausufernd intensiv, dass ich praktisch wie gelähmt vor der Bühne stand. Es war herrlich! Dann sollte getanzt werden und es wurde getanzt. <a href="https://naaljosljom.bandcamp.com/"><em>Naaljos Ljom</em></a> drehten den Abend zum Abschluss mit ihrer elektronisch aufgebrochenen und erweiterten norwegischen Folklore nochmal in eine andere Richtung. Mich konnte das zu später Stunde nicht mehr vollständig packen.</p>

<p><img src="https://i.snap.as/UWkgdOe0.jpg" alt="Ein Schild warnt mit der Aufschrift &#39;Fallende Äste&#39; und der Zeichnung eines Baums, von dem gerade ein Ast abbricht."/>
<small>Gefahrenbereich</small></p>

<p><img src="https://i.snap.as/K56RXxA2.jpg" alt="Vier Menschen musizieren auf einer in lilanes Licht getauchten Bühne mit Saxophon, Bass, Schlagzeug und DJ-Equipment"/>
<small>Økse || Savannah Harris (US) – drums | Val Jeanty (US) – electronics | Mette Rasmussen (NO/DK) – alto saxophone | Petter Eldh (SE/DE) – double-bass, electric bass, electronics</small></p>

<p><img src="https://i.snap.as/ggwTmN1L.jpg" alt="Drei gut sichtbare Menschen und ein fast komplett verdeckter Mensch auf einer in bläuliches Licht getauchten Bühne, auf der Leinwand über der Bühne eine krakelige Zeichnung eines Kopfs mit zwei weinenden Gesichtern"/>
<small>Ephemeral Fragments &amp; 1:∞ Gordoa Czerniawska || Korhan Erel (DE) – synthesizer | Florian Walter (DE) – tubax | Emily Wittbrodt (DE) – cello | Emilio Gordoa (MX/DE) – snare, electronics | Lena Czerniawska (PL/DE) – drawing</small></p>

<p><img src="https://i.snap.as/FXknQC9A.jpg" alt="Drei Menschen musizieren auf einer Bühne mit Schlagzeug, Baritongitarre und Vibraphon, einige Mikrofone und Verstärker, über der Bühne eine verfremdete Draufsicht des Geschehens auf der Bühne in weiß-rot-schwarz, im Vordergrund ein Teil eines Mischpultes"/>
<small>I Like To Sleep || Amund Storløkken Åse (NO) – vibraphone, electronics |
Nicolas Leirtrø (NO) – baritone guitar | Øyvind Leite (NO) – drums</small></p>

<p><img src="https://i.snap.as/kUt07Dl4.jpg" alt="Vier Menschen im Scheinwerferlicht auf einer Bühne mit Saxophon, Lap-Steel-Gitarre, Schlagzeug und Bass, einige Verstärker, eine leere Leinwand dahinter"/>
<small>Yexxen || Sofía Salvo (AR/DE) – baritone saxophone | Claire Nico (CA/DE) – lap steel guitar | Guido Kohn (AR/DE) – electric bass | Bobby Glew (UK/DE) – drums, electronics</small></p>

<p><img src="https://i.snap.as/qp5eQ62V.jpg" alt="Zwei Menschen musizieren auf einer Bühne mit elektronischen und traditionellen norwegischen Intrumenten"/>
<small>Naaljos Ljom || Anders Hana (NO) – mouth harp, fiddle, Hardanger fiddle, langeleik | Morten Joh (NO) – analog synths, drum machine, Norwegian folk drum</small></p>

<p>Mit deutlichen Ermüdungserscheinungen machte ich mich zum dritten Festivaltag auf. Der Abschlussabend war der im Mai 2024 gestorbenen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Monika_D%C3%B6ring"><em>Monika Döring</em></a>, <q>a music-obsessed icon of Berlin’s cultural scene</q>, gewidmet. In einem <a href="https://www.tip-berlin.de/konzerte-party/musik/monika-doering-michael-rosen-interview/">Interview von 2023</a> erwähnt sie eine Reihe der auftretenden Künstler*innen. Ein Polizeieinsatz störte den S‑Bahnverkehr und ich erreichte den Auftritt von <a href="https://www.hak-danzeisen.com/"><em>hÄK/Danzeisen</em></a> erst zwei Stücke vor Ende. Halb so schlimm, <a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tobenschmidt/verschiebungswoche">ich hatte die Band vor nicht allzu langer Zeit – ok, 2021, ist auch schon einen Moment her – live gesehen</a>. In der Halle spielte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Caspar_Br%C3%B6tzmann"><em>Caspar Brötzmann</em></a> erst alleine Bass, dann zusammen mit <a href="https://faridamadou.com/"><em>Farida Amadou</em></a>. Beide hatten sichtbar Spaß am gemeinsamen Auftritt. Zwischendurch schnell nachschauen, <a href="https://www.kicker.de/hsv-gegen-hertha-2024-bundesliga-4937092/analyse">wie es bei HSV gegen Hertha steht</a> (1:0). Zu <a href="https://www.gudrungut.com/"><em>Gudrun Guts</em></a> technoider Elektromusik tanzte das Publikum und ich war sehr froh, Musik zu hören, die dichter als alles bisher Gehörte am klassischen Popsongformat dran war. Die den Abend über von der anderen Spreeseite herüberklingende Bluesband war nicht die gewünschte Abwechslung. Ich machte mit meiner zuckerfreien Kola zu lange draußen Pause, verpasste so den Anfang von <a href="http://www.sven-akejohansson.com/sven-aake-johansson/ensembles/jan-jelinek/"><em>Johansson/Jelinek</em></a> und kam nicht mehr in den Saal. Mist, komplett voll. Zu meinem Glück verließen zwischendurch genügend Personen den Saal, so dass ich mit anderen Wartenden nachrücken konnte. Die wenigen Minuten, die ich noch vom Konzert mitbekam, waren das Warten wert. Angenehm dezent. Der wahrscheinlich unaufdringlichste Auftritt des Festivals. Ich bin zwar noch nicht so wie <em>Sven-Åke Johansson</em> über 80 Jahre alt, aber mir taten mittlerweile die Füße weh und etwas zu müde war ich auch. Für <a href="https://raster-media.net/artists/frank-bretschneider"><em>Frank Bretschneider</em></a> und danach <a href="https://raster-media.net/artists/byetone"><em>Byetone</em></a> nahm ich auf der Sitztribüne Platz und hörte mir das Geschehen aus der Ferne an. <em>Frank Bretschneiders</em> elektronische Musik begann mir etwas langweilig, legte aber noch kräftig zu bis die Tribüne vibrierte. <em>Byetone</em> ballerte von Anfang bis Ende geraden Techno durch die ihm zur Verfügung stehende Zeit. Ich tanzte im Sitzen mit. <em>Keiji Hainos</em> Soloauftritt, den ich mir nicht vollständig anhörte, führte noch einmal zurück ins Lärmige. Im Publikum waren einige zugehaltene Ohren zu beobachten. Die Zielgerade des Abends war wieder elektronisch. Leider fehlt mir nach zwei Tagen schon weitestgehend die Erinnerung an den Auftritt von <a href="https://raster-media.net/artists/grischa-lichtenberger"><em>Grischa Lichtenberger</em></a>. Meine musikalische Aufnahmefähigkeit war zu dem Zeitpunkt – wenig überraschend – erschöpft. Vielleicht lag es auch an den erschöpften Vorräten im Verkauf und dem damit erzwungenen Bierwechsel für das letzte Getränk. Ich meine aber, dass mir das, was ich hörte und sah, ziemlich gut gefiel. <a href="https://www.robertlippok.de/"><em>Robert Lippok</em></a> haute dann noch auf eine Trommel, machte dazu oder daraus elektronische Musik, während <a href="https://lucasgutierrez.com/"><em>Lucas Gutierrez</em></a> hübsche Bilder und Formen auf die Leinwand schickte. Ich hörte mir noch ein paar Minuten von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Electric_Indigo"><em>Electro Indigos</em></a> DJ-Set an, konnte mich zum Tanzen aber nicht mehr aufraffen und bevor ich zu dem harten Techno im Stehen einschlief, machte ich die Biege.</p>

<p><img src="https://i.snap.as/v3dP7kfU.jpg" alt="Zwei Menschen auf einer Bühne, einer am Schlagzeug, einer an elektronischen Gerätschaften, über der Bühne eine Leinwand, auf der eine verfremdete Draufsicht der Bühne mit den dort gerade musizierenden Menschen zu sehen ist, durch ein raumtrennendes, feinmaschiges Netz fotografiert, so dass Bühne, Menschen und Instrumente nur schwer zu erkennen sind"/>
<small>hÄK/Danzeisen || Bernd Nobert Wuertz​ (DE) – electronics | Philipp Danzeisen​ (DE) – drums</small></p>

<p><img src="https://i.snap.as/QAyHOrO4.jpg" alt="Zwei Menschen spielen auf einer Bühne jeweils einen Bass, mehrere Verstärker, ein Mikrofon, ein paar Hinterköpfe von Menschen im Publikum"/>
<small>Caspar Brötzmann Bass Totem / Amadou || Caspar Brötzmann (DE) – long scale electric bass, vocals | Farida Amadou (BE) – electric bass</small></p>

<p><img src="https://i.snap.as/JbTMtyID.jpg" alt="Ein Mensch am Laptop auf einer Bühne im lila-roten Scheinwerferlicht, zwei Mikrofone, einige Verstärker, auf der Leinwand dahinter eine Videoprojektion in etwa den gleichen Farben"/>
<small>Gudrun Gut (Monika Enterprise) || Gudrun Gut (DE) – modular, voice</small></p>

<p><img src="https://i.snap.as/rj50GQUJ.jpg" alt="Zwei Menschen auf einer Bühne, einer am Schlagzeug, einer an elektronischen Gerätschaften, durch ein raumtrennendes, feinmaschiges Netz fotografiert, so dass Bühne, Menschen und Instrumente nur schwer zu erkennen sind"/>
<small>Johansson/Jelinek || Sven-Åke Johansson (SE/DE) – percussion | Jan Jelinek (DE) – modular</small></p>

<p><img src="https://i.snap.as/wW9tzO07.jpg" alt="Etwas weiter entfernt bedient ein Mensch auf einer Bühne elektronische Gerätschaften, bläuliches Licht, schemenhaft erkennbares Publikum vor der Bühne"/>
<small>Frank Bretschneider (raster)﻿ || Frank Bretschneider (DE) – modular</small></p>

<p><img src="https://i.snap.as/33ie37Cp.jpg" alt="Etwas weiter entfernt bedient ein Mensch auf einer Bühne in grünliches Licht getaucht elektronische Gerätschaften, davor tanzt und lauscht schemenhaft erkennbar Publikum, auf einer Leinwand hinter Bühne sind schwarz-weiße Strichmuster zu sehen"/>
<small>Byetone (raster)﻿ || Olaf Bender (DE) – modular AV</small></p>

<p><img src="https://i.snap.as/6J8yWMjQ.jpg" alt="Ein hell beleuchteter Mensch mit langen weißen Haaren und einer Sonnenbrille spielt auf einer ansonsten dunklen Bühne Gitarre und singt"/>
<small>Keiji Haino Solo || Keiji Haino (JP) – electric guitar, vocals</small></p>

<p><img src="https://i.snap.as/aVYD64m8.jpg" alt="Ein Mensch auf einer Bühne, verschiedene elektronische Geräte, zwei Laptops, über der Bühne auf einer Leinwand helle, unterschiedlich breite Streifen, im Hintergrund schemenhaft Publikum"/>
<small>Grischa Lichtenberger (raster) || Grischa Lichtenberger (DE) – electronics / AV</small></p>

<p><img src="https://i.snap.as/QQF6jf92.jpg" alt="Zwei Menschen auf einer Bühne, einer an elektronischen Geräten, einer an einem Laptop, über der Bühne auf einer Leinwand abstrakte, bunte Formen, im Hintergrund schemenhaft Publikum"/>
<small>Lippok/Gutierrez AV || Robert Lippok (DE) – drum machines, computer || Lucas Gutierrez (AR) — visuals</small></p>

<p><img src="https://i.snap.as/bzR3UH41.jpg" alt="DJ beim Auflegen, Ansicht von hinten, Menschen auf einer Tanzfläche, alles in bläuliches Licht getaucht"/>
<small>Electric Indigo (female:pressure) || Electric Indigo (AT) — DJ Set</small></p>

<p>Fotos vom Festival von Udo Siegfriedt, auf denen etwas mehr zu erkennen ist:</p>
<ul><li><a href="https://flic.kr/s/aHBqjBCReZ">Day 1 of A L’ARME! VOL. XII FINALE</a></li>
<li><a href="https://flic.kr/s/aHBqjBCWEt">Day 2 of A L’ARME! VOL. XII FINALE</a></li>
<li><a href="https://flic.kr/s/aHBqjBD8y5">Day 3 of A L’ARME! VOL. XII FINALE</a></li></ul>

<p><a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:Berlin" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Berlin</span></a> <a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:Musik" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Musik</span></a></p>

<div class="post-signature"><small><a href="https://werdings.writeas.com/werdings-tiere">Werdings Tiere</a> · <a href="https://write.as/">write.as</a></small></div>
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      <guid>https://tobenschmidt.writeas.com/drei-tage-a-larme-vol-xii-finale</guid>
      <pubDate>Mon, 12 Aug 2024 22:23:47 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Es gab keine feste Konzertgruppe, nur einen losen Haufen von Leuten im...</title>
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      <description>&lt;![CDATA[Es gab keine feste Konzertgruppe, nur einen losen Haufen von Leuten im Kneipenkollektiv, die nach eigenen Interessen Konzerte veranstalteten. Das waren – damals wie heute – in der Mehrheit Punk-/Hardcore-/Crust-Konzerte. Laut Plenumsbeschluss durfte der Eintrittspreis nicht mehr als 2,50 Euro betragen. Zusammen mit einigen anderen versuchte ich das Ganze etwas aufzubrechen und auch andere Stilrichtungen zu etablieren. Und so kam es, dass ich im Jahr 2003 ein Konzert mit Scout Niblett im VeB Lübeck auf die Beine stellte.&#xA;!--more--&#xA;Anstatt den Laden rechtzeitig herzurichten, saßen wir noch zu lange in der WG und tranken Glühwein. Das Einräumen der Getränke und der Aufbau auf der Bühne musste im Schnelldurchlauf passieren. Das Konzert war schlecht bis mittelmäßig besucht, einige der Gäste quatschten durchgehend in die meist eher leise Musik, an der sie nicht interessiert waren, rein und Scout Niblett war einigermaßen genervt. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, glaube aber, dass sie zusammen mit ihrem Fahrer nach Ende des Konzertes schnell das Weite suchte. Hätte es nicht aus dem interessierten Teil der Gäste begeisterte Rückmeldungen gegeben, wäre der Abend als solides Desaster abzuhaken gewesen.&#xA;&#xA;Scout Nibletts zum damaligen Zeitpunkt aktuelles Album I am) wurde von Steve Albini aufgenommen, der vor zwei Tagen, am 7. Mai 2024, überraschend an einem Herzinfarkt starb.&#xA;&#xA;  We&#39;re all gonna die&#xA;  We don&#39;t know when&#xA;  We don&#39;t know how&#xA;  And you&#39;re beat kicks back like death&#xA;&#xA;https://youtu.be/t-cXu_V2Ak4&#xA;&#xA;#Lübeck #Musik #ScoutNiblett #SteveAlbini&#xA;&#xA;div class=&#34;post-signature&#34;smalla href=&#34;https://werdings.writeas.com/werdings-tiere&#34;Werdings Tiere/a &amp;middot; a href=&#34;https://write.as/&#34;write.as/a/small/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Es gab keine feste Konzertgruppe, nur einen losen Haufen von Leuten im Kneipenkollektiv, die nach eigenen Interessen Konzerte veranstalteten. Das waren – damals wie heute – in der Mehrheit Punk-/Hardcore-/Crust-Konzerte. Laut Plenumsbeschluss durfte der Eintrittspreis nicht mehr als 2,50 Euro betragen. Zusammen mit einigen anderen versuchte ich das Ganze etwas aufzubrechen und auch andere Stilrichtungen zu etablieren. Und so kam es, dass ich im Jahr 2003 ein Konzert mit <a href="https://scoutniblett.bandcamp.com/">Scout Niblett</a> im <a href="https://www.veb-luebeck.de/pages/veranstaltungsarchiv.html?year=2003">VeB Lübeck</a> auf die Beine stellte.

Anstatt den Laden rechtzeitig herzurichten, saßen wir noch zu lange in der WG und tranken Glühwein. Das Einräumen der Getränke und der Aufbau auf der Bühne musste im Schnelldurchlauf passieren. Das Konzert war schlecht bis mittelmäßig besucht, einige der Gäste quatschten durchgehend in die meist eher leise Musik, an der sie nicht interessiert waren, rein und Scout Niblett war einigermaßen genervt. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, glaube aber, dass sie zusammen mit ihrem Fahrer nach Ende des Konzertes schnell das Weite suchte. Hätte es nicht aus dem interessierten Teil der Gäste begeisterte Rückmeldungen gegeben, wäre der Abend als solides Desaster abzuhaken gewesen.</p>

<p>Scout Nibletts zum damaligen Zeitpunkt aktuelles Album <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/I_Am_(Scout_Niblett_album)"><em>I am</em></a> wurde von Steve Albini aufgenommen, der <a href="https://thequietus.com/articles/34129-steve-albini-dies">vor zwei Tagen, am 7. Mai 2024, überraschend an einem Herzinfarkt starb</a>.</p>

<blockquote><p>We&#39;re all gonna die
We don&#39;t know when
We don&#39;t know how
And you&#39;re beat kicks back like death</p></blockquote>

<p><iframe allow="monetization" class="embedly-embed" src="//cdn.embedly.com/widgets/media.html?src=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fembed%2Ft-cXu_V2Ak4%3Ffeature%3Doembed&display_name=YouTube&url=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3Dt-cXu_V2Ak4&image=https%3A%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2Ft-cXu_V2Ak4%2Fhqdefault.jpg&key=d932fa08bf1f47efbbe54cb3d746839f&type=text%2Fhtml&schema=youtube" width="640" height="360" scrolling="no" title="YouTube embed" frameborder="0" allow="autoplay; fullscreen; encrypted-media; picture-in-picture;" allowfullscreen="true"></iframe></p>

<p><a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:L%C3%BCbeck" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Lübeck</span></a> <a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:Musik" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Musik</span></a> <a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:ScoutNiblett" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">ScoutNiblett</span></a> <a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:SteveAlbini" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">SteveAlbini</span></a></p>

<div class="post-signature"><small><a href="https://werdings.writeas.com/werdings-tiere">Werdings Tiere</a> · <a href="https://write.as/">write.as</a></small></div>
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      <guid>https://tobenschmidt.writeas.com/es-gab-keine-feste-konzertgruppe-nur-einen-losen-haufen-von-leuten</guid>
      <pubDate>Thu, 09 May 2024 18:48:36 +0000</pubDate>
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      <title>Six Pianos und Achim Reichel am selben Ort</title>
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      <description>&lt;![CDATA[Vorgestern vor einer Woche in den Großen Saal der Philharmonie Berlin zum Konzert von Six Pianos. Etwas abgehetzt und kurz vor knapp den Sitzplatz in mittlerer Entfernung, aber mit guter Sicht erreicht. Einfach mal rechtzeitig los, ist nicht meine größte Stärke.!--more--qDich trifft man auch auf jedem Konzert!/q Umgeben von sich kennenden, offensichtlich regelmäßigen Konzertbesucherinnen wünschte ich, die Menschen lernten (wieder) einen dezenteren Umgang mit Parfüm. Auf der Bühne sechs Flügel ohne Deckel. Erst kam einer, dann der zweite und nochmal später der dritte Pianist auf die Bühne bis nach und nach alle sechs – Gregor Schwellenbach, Daniel Brandt, Erol Sarp, Kai Schumacher, Paul Frick, John Kameel Farah – an ihren unterschiedlich präparierten Instrumenten saßen. Jeder spielte meist alleine, teilweise auch zu zweit oder dritt ein, zwei (eigene) Stücke. Gregor Schwellenbach beispielsweise eine zwanzig Jahr alte Techonummer. Alles sehr rhythmisch und abwechslungsreich. Nach abwechslungsreich kam noch nicht gleich Steve Reich, sondern erst eine Vorstellung der Künstler, die Keyboard Study #2 von Terry Riley – auf der Konzertkarte passend zur Anzahl der sechs Flügel als Keyboards Study #2 angekündigt – und eine Pause. Einziges Stück danach war das namensgebende Six Pianos von Steve Reich. Kurz vor zehn und für einen Montagabend angemessen rechtzeit war Schluss. Das Publikum klatschte recht begeistert Beifall, aber eine Zugabe sprang nicht dabei heraus. Ich verließ die Philharmonie unbewusst zur anderen Seite und brauchte vielleicht einen Moment zu lange, um mich zu orientieren.&#xA;&#xA;Sechs Pianisten stehen verbeugend vor sechs Flügeln ohne Deckel auf einer Konzertbühne.&#xA;smallDie sechs Pianisten stehen verbeugend vor den sechs Flügeln./small&#xA;&#xA;Heute vor einer Woche wieder in den Großen Saal der Philharmonie Berlin. Achim Reichel auf Schön-war-es-doch!-Tour. Sehr frühzeitig da und noch Zeit für ein Getränk. Im bestellten Campari Soda ersetzte, ohne dass ich diesen Wunsch geäußert hatte, der freundliche Getränkeausschank das Sodawasser zu einem großen Teil durch Sekt. Ich hätte mich beschweren können, war aber zufrieden. Vom Sitzplatz hoch oben und weit hinten war der Überblick sehr gut, der Sound dagegen nicht, aber noch in Ordnung. Das Publikum war mit einigen Ausnahmen wie mir alt wie der Künstler oder kaum jünger, aber von Beginn an begeistert dabei, auch wenn erste Mitklatschversuche in ihrem Bemühen, den Takt zu finden, noch etwas unbeholfen und übermütig wirkten. Eine einzelne Handytaschenlampe leuchtete von der gegenüberliegenden Seite durch den dunklen Saal, als Achim Reichel die Zeilen Der Mond ist aufgegangen / Die goldnen Sternlein prangen* sang. Kurz darauf übernahm das Publikum lautstark den Gesang: qOoh ooh oh ooh, ooh ooh oh ooh, Steaks und Bier und Zigaretten/q. In der Kulisse der Philharmonie sehr charmant und mit jeder Wiederholung noch ein wenig charmanter. Das Konzert geht seinen Gang, Hits werden gespielt, das Publikum lässt in seiner Begeisterung nicht nach. Während der Zugabe erdreisten sich einige Personen in der Reihe vor mir, gut gelaunt aufzustehen, was unmittelbar dazu führt, dass eine empörte Person in der Reihe hinter mir ihre freie Sicht mit ihrem Krückstock wiederherzustellen versucht. Skurriler Moment. Achim Reichel steht mit achtzig Jahren zweieinhalb Stunden auf der Bühne, singt, spielt Gitarre, macht Ansagen. Beeindruckend. Am Stand im Foyer kosten die Vinylalben bestehend aus drei oder vier Schallplatten 45, 50 und 55 Euro. Auch beeindruckend.&#xA;&#xA;Mehrere Musiker auf einer in buntes Licht getauchten Bühne.&#xA;smallAchim Reichel mit seiner Band auf der in buntes Licht getauchten Bühne./small&#xA;&#xA;Seit meinem Umzug nach Berlin sind bis zu meinem ersten Konzertbesuch im Großen Saal der Philharmonie Berlin fast siebzehn Jahre vergangen. Bis zum zweiten Mal dann zwei weitere Tage mehr. (Gut möglich, dass meine Erinnerung mich täuscht, aber mehr als ein Konzert im Kammermusiksaal ließ sich darin nicht finden.)&#xA;&#xA;#AchimReichel #Berlin #DanielBrandt #ErolSarp #GregorSchwellenbach #JohnKameelFarah #KaiSchumacher #Musik #PaulFrick #SixPianos&#xA;&#xA;div class=&#34;post-signature&#34;smalla href=&#34;https://werdings.writeas.com/werdings-tiere&#34;Werdings Tiere/a &amp;middot; a href=&#34;https://write.as/&#34;write.as/a/small/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Vorgestern vor einer Woche in den Großen Saal der Philharmonie Berlin zum Konzert von <a href="https://www.fluxfm.de/p/wir-spielen-immer-denselben-takt-gregor-schwellenbach-im-interview-3M4gMQm7nR4UKy8jmKaOMJ" title="Wir spielen immer denselben Takt">Six Pianos</a>. Etwas abgehetzt und kurz vor knapp den Sitzplatz in mittlerer Entfernung, aber mit guter Sicht erreicht. Einfach mal rechtzeitig los, ist nicht meine größte Stärke.<q>Dich trifft man auch auf jedem Konzert!</q> Umgeben von sich kennenden, offensichtlich regelmäßigen Konzertbesucher*innen wünschte ich, die Menschen lernten (wieder) einen dezenteren Umgang mit Parfüm. Auf der Bühne sechs Flügel ohne Deckel. Erst kam einer, dann der zweite und nochmal später der dritte Pianist auf die Bühne bis nach und nach alle sechs – Gregor Schwellenbach, Daniel Brandt, Erol Sarp, Kai Schumacher, Paul Frick, John Kameel Farah – an ihren unterschiedlich präparierten Instrumenten saßen. Jeder spielte meist alleine, teilweise auch zu zweit oder dritt ein, zwei (eigene) Stücke. <a href="https://gregorschwellenbach.bandcamp.com/album/gregor-schwellenbach-spielt-20-jahre-kompakt" title="Gregor Schwellenbach spielt 20 Jahre Kompakt">Gregor Schwellenbach beispielsweise eine zwanzig Jahr alte Techonummer</a>. Alles sehr rhythmisch und abwechslungsreich. Nach abwechslungsreich kam noch nicht gleich Steve Reich, sondern erst eine Vorstellung der Künstler, die <em>Keyboard Study #2</em> von Terry Riley – auf der Konzertkarte passend zur Anzahl der sechs Flügel als <em>Keyboards Study #2</em> angekündigt – und eine Pause. Einziges Stück danach war das namensgebende <a href="https://futureislisteningmusic.bandcamp.com/track/steve-reich-six-pianos"><em>Six Pianos</em></a> von Steve Reich. Kurz vor zehn und für einen Montagabend angemessen rechtzeit war Schluss. Das Publikum klatschte recht begeistert Beifall, aber eine Zugabe sprang nicht dabei heraus. Ich verließ die Philharmonie unbewusst zur anderen Seite und brauchte vielleicht einen Moment zu lange, um mich zu orientieren.</p>

<p><img src="https://i.snap.as/5Jmp30zc.jpg" alt="Sechs Pianisten stehen verbeugend vor sechs Flügeln ohne Deckel auf einer Konzertbühne."/>
<small>Die sechs Pianisten stehen verbeugend vor den sechs Flügeln.</small></p>

<p>Heute vor einer Woche wieder in den Großen Saal der Philharmonie Berlin. <a href="https://www.achimreichel.de/" title="Ein Kulturbotschafter der besonderen Art">Achim Reichel</a> auf <em>Schön-war-es-doch!</em>-Tour. Sehr frühzeitig da und noch Zeit für ein Getränk. Im bestellten <a href="https://www.campari.com/de-de/cocktails/campari-und-soda/">Campari Soda</a> ersetzte, ohne dass ich diesen Wunsch geäußert hatte, der freundliche Getränkeausschank das Sodawasser zu einem großen Teil durch Sekt. Ich hätte mich beschweren können, war aber zufrieden. Vom Sitzplatz hoch oben und weit hinten war der Überblick sehr gut, der Sound dagegen nicht, aber noch in Ordnung. Das Publikum war mit einigen Ausnahmen wie mir alt wie der Künstler oder kaum jünger, aber von Beginn an begeistert dabei, auch wenn erste Mitklatschversuche in ihrem Bemühen, den Takt zu finden, noch etwas unbeholfen und übermütig wirkten. Eine einzelne Handytaschenlampe leuchtete von der gegenüberliegenden Seite durch den dunklen Saal, als Achim Reichel die Zeilen <em>Der Mond ist aufgegangen / Die goldnen Sternlein prangen</em> sang. Kurz darauf übernahm das Publikum lautstark den Gesang: <q>Ooh ooh oh ooh, ooh ooh oh ooh, Steaks und Bier und Zigaretten</q>. In der Kulisse der Philharmonie sehr charmant und mit jeder Wiederholung noch ein wenig charmanter. Das Konzert geht seinen Gang, Hits werden gespielt, das Publikum lässt in seiner Begeisterung nicht nach. Während der Zugabe erdreisten sich einige Personen in der Reihe vor mir, gut gelaunt aufzustehen, was unmittelbar dazu führt, dass eine empörte Person in der Reihe hinter mir ihre freie Sicht mit ihrem Krückstock wiederherzustellen versucht. Skurriler Moment. Achim Reichel steht mit achtzig Jahren zweieinhalb Stunden auf der Bühne, singt, spielt Gitarre, macht Ansagen. Beeindruckend. Am Stand im Foyer kosten die Vinylalben bestehend aus drei oder vier Schallplatten 45, 50 und 55 Euro. Auch beeindruckend.</p>

<p><img src="https://i.snap.as/vamNVqVd.jpg" alt="Mehrere Musiker auf einer in buntes Licht getauchten Bühne."/>
<small>Achim Reichel mit seiner Band auf der in buntes Licht getauchten Bühne.</small></p>

<p>Seit meinem Umzug nach Berlin sind bis zu meinem ersten Konzertbesuch im Großen Saal der Philharmonie Berlin fast siebzehn Jahre vergangen. Bis zum zweiten Mal dann zwei weitere Tage mehr. (Gut möglich, dass meine Erinnerung mich täuscht, aber mehr als ein Konzert im Kammermusiksaal ließ sich darin nicht finden.)</p>

<p><a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:AchimReichel" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">AchimReichel</span></a> <a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:Berlin" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Berlin</span></a> <a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:DanielBrandt" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">DanielBrandt</span></a> <a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:ErolSarp" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">ErolSarp</span></a> <a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:GregorSchwellenbach" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">GregorSchwellenbach</span></a> <a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:JohnKameelFarah" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">JohnKameelFarah</span></a> <a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:KaiSchumacher" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">KaiSchumacher</span></a> <a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:Musik" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Musik</span></a> <a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:PaulFrick" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">PaulFrick</span></a> <a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:SixPianos" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">SixPianos</span></a></p>

<div class="post-signature"><small><a href="https://werdings.writeas.com/werdings-tiere">Werdings Tiere</a> · <a href="https://write.as/">write.as</a></small></div>
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      <guid>https://tobenschmidt.writeas.com/six-pianos-und-achim-reichel-am-selben-ort</guid>
      <pubDate>Wed, 27 Mar 2024 22:59:01 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title>Zum Glück bestuhlt.</title>
      <link>https://tobenschmidt.writeas.com/zum-gluck-bestuhlt?pk_campaign=rss-feed</link>
      <description>&lt;![CDATA[Zum Glück bestuhlt. Nachdem ich vorher eine Woche krank im Bett gelegen und währenddessen DJ Krush im Lido verpasst hatte, war es mir sehr recht, vor drei Tagen beim gut besuchten, aber nicht ausverkauften Konzert von Lucinda Williams im Huxleys sitzen zu können und nicht stehen zu müssen.&#xA;!--more--&#xA;Von meinem Außenplatz dicht am Tresen, um die Wege zwischen von den Bieren, Jever aus der Flasche, kurz zu halten, hörte ich dem Support L.A. Edwards zu, der ein wenig langweilend, aber mit hübschem Gesang seine Lieder vortrug. Es gab wohlwollenden, nicht übertriebenen Applaus. Und schon am Ende dieses Auftritts war der Plastikstuhl, auf dem ich saß, fürchterlich unbequem und die Luft im Saal ebenso schlecht.&#xA;&#xA;Band auf einer Bühne vor sitzendem Publikum&#xA;smallL.A. Edwards im roten Scheinwerferlicht/small&#xA;&#xA;Nach einer ganzen Weile Wartezeit wurde die auf den Beinen etwas wackelige Lucinda Williams auf die Bühne geführt. Folge eines Schlaganfalls im Jahr 2020. Auch ihre Ansagen, die jedem Lied vorausgingen, sprach sie langsam und mit Pausen. Ihrem Gesang war allerdings nichts anzumerken. Etliche ruhige Stücke zu Beginn und die nicht nicht gerade stimmungsfördernde Bestuhlung sorgten für einen etwas schleppenden und langatmigen Beginn. Lag vielleicht auch an mir und meiner müden Verfassung. Vereinzelt aus Begeisterung und guter Laune heraus von ihren Stühlen aufstehende Menschen wurden vom Rand der Bühne rigeros mit einer grellen Taschenlampe geblendet und so zum Hinsetzen gezwungen. Irgendwann nahm das Konzert aber doch Fahrt auf. Zu dem Zeitpunkt war ich bereits auf einen Stehplatz auf der Tribüne im hinteren Bereich des Saals umgezogen. Von dort konnte ich gut beobachten, wie es bei der Zugabe dann noch regelrecht euphorisch wurde. Das Publikum stand geschlossen auf und viele Leute gingen direkt vor die Bühne. Das Konzert endete mit tosendem Applaus und einer sichtlich gerührt wirkenden Lucinda Williams.&#xA;&#xA;Band auf einer Bühne vor sitzendem Publikum.&#xA;smallLucinda Williams mit ihrer Band im blauen Scheinwerferlicht/small&#xA;&#xA;Ich hätte gerne noch das Stück Crescent City gehört, mit dem Lucinda Williams im Finale der zweiten Staffel von Treme) auf dem New Orleans Jazz &amp; Heritage Festival auftritt. qIt&#39;s amazing she wrote this before the storm! - It&#39;s universal. That&#39;s what makes it great./q Aber das hat nicht sollen sein.&#xA;&#xA;https://youtu.be/Lv4CAW7idiA&#xA;&#xA;#Berlin #Huxleys #LAEdwards #LucindaWilliams #Musik&#xA;&#xA;div class=&#34;post-signature&#34;smalla href=&#34;https://werdings.writeas.com/werdings-tiere&#34;Werdings Tiere/a &amp;middot; a href=&#34;https://write.as/&#34;write.as/a/small/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Zum Glück bestuhlt. Nachdem ich vorher eine Woche krank im Bett gelegen und währenddessen <a href="http://djkrush.jp/en/">DJ Krush</a> im <em>Lido</em> verpasst hatte, war es mir sehr recht, vor drei Tagen beim gut besuchten, aber nicht ausverkauften Konzert von <a href="https://www.lucindawilliams.com/home">Lucinda Williams</a> im <a href="https://huxleysneuewelt.de/">Huxleys</a> sitzen zu können und nicht stehen zu müssen.

Von meinem Außenplatz dicht am Tresen, um die Wege zwischen von den Bieren, Jever aus der Flasche, kurz zu halten, hörte ich dem Support <a href="https://www.laedwards.net/">L.A. Edwards</a> zu, der ein wenig langweilend, aber mit hübschem Gesang seine Lieder vortrug. Es gab wohlwollenden, nicht übertriebenen Applaus. Und schon am Ende dieses Auftritts war der Plastikstuhl, auf dem ich saß, fürchterlich unbequem und die Luft im Saal ebenso schlecht.</p>

<p><img src="https://i.snap.as/4mUOG1DF.jpg" alt="Band auf einer Bühne vor sitzendem Publikum"/>
<small>L.A. Edwards im roten Scheinwerferlicht</small></p>

<p>Nach einer ganzen Weile Wartezeit wurde die auf den Beinen etwas wackelige Lucinda Williams auf die Bühne geführt. <a href="https://www.rollingstone.com/music/music-country/lucinda-williams-stroke-1164015/">Folge eines Schlaganfalls im Jahr 2020</a>. Auch ihre Ansagen, die jedem Lied vorausgingen, sprach sie langsam und mit Pausen. Ihrem Gesang war allerdings nichts anzumerken. Etliche ruhige Stücke zu Beginn und die nicht nicht gerade stimmungsfördernde Bestuhlung sorgten für einen etwas schleppenden und langatmigen Beginn. Lag vielleicht auch an mir und meiner müden Verfassung. Vereinzelt aus Begeisterung und guter Laune heraus von ihren Stühlen aufstehende Menschen wurden vom Rand der Bühne rigeros mit einer grellen Taschenlampe geblendet und so zum Hinsetzen gezwungen. Irgendwann nahm das Konzert aber doch Fahrt auf. Zu dem Zeitpunkt war ich bereits auf einen Stehplatz auf der Tribüne im hinteren Bereich des Saals umgezogen. Von dort konnte ich gut beobachten, wie es bei der Zugabe dann noch regelrecht euphorisch wurde. Das Publikum stand geschlossen auf und viele Leute gingen direkt vor die Bühne. Das Konzert endete mit tosendem Applaus und einer sichtlich gerührt wirkenden Lucinda Williams.</p>

<p><img src="https://i.snap.as/Mnc05R1d.jpg" alt="Band auf einer Bühne vor sitzendem Publikum."/>
<small>Lucinda Williams mit ihrer Band im blauen Scheinwerferlicht</small></p>

<p>Ich hätte gerne noch das Stück <em>Crescent City</em> gehört, mit dem Lucinda Williams im Finale der zweiten Staffel von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Treme_(Fernsehserie)"><em>Treme</em></a> auf dem <a href="https://www.nojazzfest.com/">New Orleans Jazz &amp; Heritage Festival</a> auftritt. <q><em>It&#39;s amazing she wrote this before the storm! – It&#39;s universal. That&#39;s what makes it great.</em></q> Aber das hat nicht sollen sein.</p>

<p><iframe allow="monetization" class="embedly-embed" src="//cdn.embedly.com/widgets/media.html?src=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fembed%2FLv4CAW7idiA%3Ffeature%3Doembed&display_name=YouTube&url=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3DLv4CAW7idiA&image=https%3A%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2FLv4CAW7idiA%2Fhqdefault.jpg&key=d932fa08bf1f47efbbe54cb3d746839f&type=text%2Fhtml&schema=youtube" width="640" height="360" scrolling="no" title="YouTube embed" frameborder="0" allow="autoplay; fullscreen; encrypted-media; picture-in-picture;" allowfullscreen="true"></iframe></p>

<p><a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:Berlin" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Berlin</span></a> <a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:Huxleys" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Huxleys</span></a> <a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:LAEdwards" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">LAEdwards</span></a> <a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:LucindaWilliams" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">LucindaWilliams</span></a> <a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:Musik" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Musik</span></a></p>

<div class="post-signature"><small><a href="https://werdings.writeas.com/werdings-tiere">Werdings Tiere</a> · <a href="https://write.as/">write.as</a></small></div>
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      <guid>https://tobenschmidt.writeas.com/zum-gluck-bestuhlt</guid>
      <pubDate>Sat, 09 Mar 2024 18:51:18 +0000</pubDate>
    </item>
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      <title>Heute jährt sich Lou Reeds Geburtstag zum 82.</title>
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      <description>&lt;![CDATA[Heute jährt sich Lou Reeds Geburtstag zum 82. Mal. Auch wenn die nur langsam abklingende Erkältung mit ihren dumpfen Ohren die Lust auf Musik noch dämpft, ein passender Tag, um sich durch die Alben des kürzlich gestorbenen Kiev Stingl zu hören, der als deutsche Antwort auf oder auch Klon von Lou Reed galt.&#xA;!--more--&#xA;Vor etlichen Jahren sah ich auf der LP-Innenhülle von Achim Reichels Blues in Blond eine Werbung für Kiev Stingls drittes Album Ich wünsch den Deutschen alles Gute, in der ein Hans Christiansen schreibt:&#xA;&#xA;  Die aus Satzfragmenten zusammengeführten Messages (?) sind codierte Aussagen, vielsprachige (deutsch, englisch, französisch) Kommentare zu unserer Welt in dieser Zeit. Kiev Stingl seziert Sprache und puzzelt gallig-bitter Wort-SPIELE. Neue Deutsche Welle – neu? Gibt&#39;s sie nicht bereits seit der ersten Stingl-LP aus dem Jahre 1975?&#xA;&#xA;Das liest sich genau so albern, aber neugierig machend, wie das Albumcover aussieht. Ich hatte mir dann immer mal wieder vorgenommen, in die Musik reinzuhören, es aber genau so oft doch nicht getan. Die Nachricht vom Tod Kiev Stingls hat mich wieder daran erinnert und ich kann nun bestätigen, dass das, was Frank Apunkt Schneider in seinem Buch Als die Welt noch unterging über den Künstler und seine drei ersten Alben schreibt, recht gut zutrifft:&#xA;&#xA;  Proto-Punk-Poet, mit Velvet-Lou-Reed-Television-Paraphrasen und begradigten Tim-Buckley-Schlenkern als Unterlage für Beat-inspirierte Lyrics-Lyrik zwischen Dirty-Old-Manierismen, Wondratscheck-Rip-Off und handgeschnitztem Simultanismus. Ab der zweiten LP [...] mit deutlichen New-Wave-Anleihen: kraftvolle Ein-Akkord-Monotonie, schwebende Arrangements, [...] weniger selbstbesoffene Texte; ein ebenso eigen- wie randständiger Beitrag zur Früh-NDW. Dritte LP immer noch recht gut, obwohl das Verfallsdatum bereits mitklingt.&#xA;&#xA;Dass die ersten drei Alben Kiev Stingls in ihrer Zeit eine seltsam-interessante Besonderheit waren, lässt sich leicht nachvollziehen. Um heutzutage die zeitlos-gelungenen Momente anzuerkennen, muss man wohl den unangenehm-männlichen Grundton großzügig überhören wollen. Nun aber zurück unter die Bettdecke und den Rest der Erkältung auskurieren.&#xA;&#xA;https://youtu.be/7gW5DRuSt-Y&#xA;&#xA;#KievStingl #LouReed #Musik&#xA;&#xA;div class=&#34;post-signature&#34;smalla href=&#34;https://werdings.writeas.com/werdings-tiere&#34;Werdings Tiere/a &amp;middot; a href=&#34;https://write.as/&#34;write.as/a/small/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Heute <a href="https://youtu.be/5NcJvi5TYEk" title="Keith Richards hat für ein aktuelles Tributealbum das Lied I&#39;m Waiting For The Man aufgenommen.">jährt sich Lou Reeds Geburtstag zum 82. Mal</a>. Auch wenn die nur langsam abklingende Erkältung mit ihren dumpfen Ohren die Lust auf Musik noch dämpft, ein passender Tag, um sich durch die Alben des <a href="https://www.nd-aktuell.de/artikel/1180352.untergrundheld-in-der-kuehle-der-nacht-kiev-stingl-ist-tot.html" title="Er sang von den Körpern und den Geistern, vom Rausch und vom Reisen und klang dabei nur deshalb so weit draußen und cool, weil er seinen Gesang ohne die Musik aufnahm, die kam erst hinterher.">kürzlich gestorbenen Kiev Stingl</a> zu hören, der als deutsche Antwort auf oder auch Klon von Lou Reed galt.

Vor etlichen Jahren sah ich auf der LP-Innenhülle von Achim Reichels <em>Blues in Blond</em> eine Werbung für Kiev Stingls drittes Album <em>Ich wünsch den Deutschen alles Gute</em>, in der ein Hans Christiansen schreibt:</p>

<blockquote><p>Die aus Satzfragmenten zusammengeführten Messages (?) sind codierte Aussagen, vielsprachige (deutsch, englisch, französisch) Kommentare zu unserer Welt in dieser Zeit. Kiev Stingl seziert Sprache und puzzelt gallig-bitter Wort-SPIELE. Neue Deutsche Welle – neu? Gibt&#39;s sie nicht bereits seit der ersten Stingl-LP aus dem Jahre 1975?</p></blockquote>

<p>Das liest sich genau so albern, aber neugierig machend, wie das <a href="https://www.discogs.com/de/master/1240458-Kiev-Stingl-Ich-W%C3%BCnsch-Den-Deutschen-Alles-Gute" title="Ich frage mich, ob DJ Ötzi sich mit seinem Mützenstil an Kiev Stingl orientiert hat.">Albumcover</a> aussieht. Ich hatte mir dann immer mal wieder vorgenommen, in die Musik reinzuhören, es aber genau so oft doch nicht getan. Die Nachricht vom Tod Kiev Stingls hat mich wieder daran erinnert und ich kann nun bestätigen, dass das, was Frank Apunkt Schneider in seinem Buch <em>Als die Welt noch unterging</em> über den Künstler und seine drei ersten Alben schreibt, recht gut zutrifft:</p>

<blockquote><p>Proto-Punk-Poet, mit Velvet-Lou-Reed-Television-Paraphrasen und begradigten Tim-Buckley-Schlenkern als Unterlage für Beat-inspirierte Lyrics-Lyrik zwischen Dirty-Old-Manierismen, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wolf_Wondratschek" title="Wolf Wondratschek">Wondratscheck</a>-Rip-Off und handgeschnitztem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Orphischer_Kubismus" title="Orphischer Kubismus">Simultanismus</a>. Ab der zweiten LP [...] mit deutlichen New-Wave-Anleihen: kraftvolle Ein-Akkord-Monotonie, schwebende Arrangements, [...] weniger selbstbesoffene Texte; ein ebenso eigen- wie randständiger Beitrag zur Früh-NDW. Dritte LP immer noch recht gut, obwohl das Verfallsdatum bereits mitklingt.</p></blockquote>

<p>Dass die ersten drei Alben Kiev Stingls in ihrer Zeit eine seltsam-interessante Besonderheit waren, lässt sich leicht nachvollziehen. Um heutzutage die zeitlos-gelungenen Momente anzuerkennen, muss man wohl den unangenehm-männlichen Grundton großzügig überhören wollen. Nun aber zurück unter die Bettdecke und den Rest der Erkältung auskurieren.</p>

<p><iframe allow="monetization" class="embedly-embed" src="//cdn.embedly.com/widgets/media.html?src=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fembed%2F7gW5DRuSt-Y%3Ffeature%3Doembed&display_name=YouTube&url=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3D7gW5DRuSt-Y&image=https%3A%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2F7gW5DRuSt-Y%2Fhqdefault.jpg&key=d932fa08bf1f47efbbe54cb3d746839f&type=text%2Fhtml&schema=youtube" width="640" height="360" scrolling="no" title="YouTube embed" frameborder="0" allow="autoplay; fullscreen; encrypted-media; picture-in-picture;" allowfullscreen="true"></iframe></p>

<p><a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:KievStingl" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">KievStingl</span></a> <a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:LouReed" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">LouReed</span></a> <a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:Musik" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Musik</span></a></p>

<div class="post-signature"><small><a href="https://werdings.writeas.com/werdings-tiere">Werdings Tiere</a> · <a href="https://write.as/">write.as</a></small></div>
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      <guid>https://tobenschmidt.writeas.com/kiev-stingl-die-deutsche-antwort-auf-lou-reed</guid>
      <pubDate>Sat, 02 Mar 2024 16:37:09 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Drei Dinge zum ersten Mal und Glenn Gould</title>
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      <description>&lt;![CDATA[Gestern zum ersten Mal&#xA;&#xA;an der Haltestelle Viktoria-Luise-Platz ausgestiegen&#xA;den Abend in der Kneipe Kuckuckszwei verbracht&#xA;ein Bier – und dann noch vier weitere – der Sorte Waldhaus Ohne Filter NATURTRÜB getrunken&#xA;!--more--&#xA;&#xA;Und weil das Bier nicht nur sehr schmackhaft, sondern gleichzeitig auch sehr bekömmlich war, habe ich den heutigen Tag schon schon dazu genutzt, den Stapel ungelesener Bücher kleiner werden zu lassen und die Graphic Novel Glenn Gould – Leben Off-Beat von Sandrine Revel gelesen und angeschaut. Nicht unbedingt spektakulär, aber doch sehr hübsch und stimmungsvoll gezeichnet.&#xA;&#xA;  Darum tauche ich meine Hände in heisses Wasser und trage sogar im Sommer Handschuhe!&#xA;&#xA;  smallAus: citeGlenn Gould – Leben Off-Beat/cite von Sandrine Revel/small&#xA;&#xA;Und Glenn Gould in Aktion zu sehen und zu hören, wie in dem folgenden Videoschnipsel aus dem Jahr 1959, ist auch immer wieder faszinierend:&#xA;&#xA;https://youtu.be/bPZ-xNjzfLI&#xA;&#xA;#Berlin #GlennGould #Musik&#xA;&#xA;div class=&#34;post-signature&#34;smalla href=&#34;https://werdings.writeas.com/werdings-tiere&#34;Werdings Tiere/a &amp;middot; a href=&#34;https://write.as/&#34;write.as/a/small/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Gestern zum ersten Mal</p>
<ul><li>an der Haltestelle Viktoria-Luise-Platz ausgestiegen</li>
<li>den Abend in der Kneipe <em>Kuckuckszwei</em> verbracht</li>
<li>ein Bier – und dann noch vier weitere – der Sorte <a href="https://www.waldhaus-bier.de/bierspezialitaeten/ohne-filter-naturtrueb/" title="Besonders gut im Zusammenspiel mit der nordafrikanischen Küche."><em>Waldhaus Ohne Filter NATURTRÜB</em></a> getrunken
</li></ul>

<p>Und weil das Bier nicht nur sehr schmackhaft, sondern gleichzeitig auch sehr bekömmlich war, habe ich den heutigen Tag schon schon dazu genutzt, den Stapel ungelesener Bücher kleiner werden zu lassen und die Graphic Novel <a href="https://www.sueddeutsche.de/muenchen/glenn-gould-leben-off-beat-verzaubert-vom-verhangenen-himmel-1.5118678" title="Wolkenverhangener Himmel, düster und grau, so empfängt einen Sandrine Revels Graphic Novel über Glenn Gould."><em>Glenn Gould – Leben Off-Beat</em></a> von <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Sandrine_Revel">Sandrine Revel</a> gelesen und angeschaut. Nicht unbedingt spektakulär, aber doch sehr hübsch und stimmungsvoll gezeichnet.</p>

<blockquote><p>Darum tauche ich meine Hände in heisses Wasser und trage sogar im Sommer Handschuhe!</p>

<p><small>Aus: <cite>Glenn Gould – Leben Off-Beat</cite> von Sandrine Revel</small></p></blockquote>

<p>Und Glenn Gould in Aktion zu sehen und zu hören, wie in dem folgenden Videoschnipsel aus dem Jahr 1959, ist auch immer wieder faszinierend:</p>

<p><iframe allow="monetization" class="embedly-embed" src="//cdn.embedly.com/widgets/media.html?src=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fembed%2FbPZ-xNjzfLI%3Ffeature%3Doembed&display_name=YouTube&url=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3DbPZ-xNjzfLI&image=https%3A%2F%2Fi.ytimg.com%2Fvi%2FbPZ-xNjzfLI%2Fhqdefault.jpg&key=d932fa08bf1f47efbbe54cb3d746839f&type=text%2Fhtml&schema=youtube" width="640" height="360" scrolling="no" title="YouTube embed" frameborder="0" allow="autoplay; fullscreen; encrypted-media; picture-in-picture;" allowfullscreen="true"></iframe></p>

<p><a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:Berlin" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Berlin</span></a> <a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:GlennGould" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">GlennGould</span></a> <a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:Musik" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Musik</span></a></p>

<div class="post-signature"><small><a href="https://werdings.writeas.com/werdings-tiere">Werdings Tiere</a> · <a href="https://write.as/">write.as</a></small></div>
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      <pubDate>Sat, 06 Jan 2024 14:10:11 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Die Luft von Anfang an so schlecht wie das Muster der Sitzbezüge hässlich.</title>
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      <description>&lt;![CDATA[Die Luft von Anfang an so schlecht wie das Muster der Sitzbezüge hässlich. Am vergangenen Donnerstag war ich zum ersten Mal im Berliner Pierre Boulez Saal, der wenig Wert auf einen guten ersten Eindruck legte.&#xA;!--more--&#xA;Das aus zwei Uraufführungen bestehende Konzert von William Parker begann mit dem Set Before I Went to Sleep, Mother Would Put a Clothes Pin on My Nose, zu dem der Künstler im Programmheft schreibt: qHaving been told that bell-pepper noses often found on Black people were inferior to the pointed bleaks of whites, she would place a wooden clothespin on my nose before I went to bed./q Musikalisch gefiel mir das Zusammenspiel aus Kontrabass, Violine, Violoncello und Spoken Word/Gesang nur stellenweise. Ganz nett, sehr sympathisch, aber der Funke ist nicht übergesprungen. (So wie sich die Teilnehmenden der Fernsehsendung First Dates oft am Ende äußern.) Meine beiden Begleiter hatten in unterschiedliche Richtungen abweichende Meinungen.&#xA;&#xA;Nach der Pause blieben bereits einige Sitzplätze leer. Und im weiteren Verlauf des Konzerts  standen immer wieder Personen auf, gingen wie aus Qualen erlöste Seelen zum Himmel aufsteigend die Stufen von den tieferliegenden Sitzplätzen hinauf und verließen den Konzertsaal vorzeitig. Das war für mich nicht nachvollziehbar, weil das zweite Set Flexible Showers of Sound mit seinen unterschiedlichen Instrumenten aus verschiedenen Ecken der Welt sowie seinem Spoken Word/Gesang sehr stimmig und gelungen war. Heimlicher Star des siebenköpfigen Ensembles war für mich Jin Hi Kim, die mit ihre(r|m) Geomungo, einem koreanischen Zitherinstrument, und einer funky Rhythmusfigur die Musizierenden immer wieder auf Kurs brachte. Faszinierend auch der Moment, als Wu Wei aus einer Thermoskanne Wasser in seine Sheng, eine chinesische Mundorgel, füllte. Das so genau beobachten zu können, ist der fantastischen Bühnennähe von fast allen Plätzen im Pierre Boulez Saal zu verdanken. Meist angenehm zähflüssig-groovy, hätte das Set lediglich gerne etwas lauter sein dürfen.&#xA;&#xA;Beeindruckend war auch das auf der gegenüberliegenden Seite, in der ersten Reihe sitzende Paar, das einen Großteil des Konzerts entweder schlief oder andächtig aneinander gelehnt und mit geschlossenen Augen lauschte. Und war das im Oberrang und Dämmerlicht Rainer Langhans? Wer sonst trägt so eine Frisur?&#xA;&#xA;Bühne im Boulezsaal mit Instrumenten, Noten- und Mikrofonständern, Kabeln, Lautsprechern und Stühlen kurz vor dem Konzert von William Parker.&#xA;&#xA;#Musik #Berlin&#xA;&#xA;div class=&#34;post-signature&#34;smalla href=&#34;https://werdings.writeas.com/werdings-tiere&#34;Werdings Tiere/a &amp;middot; a href=&#34;https://write.as/&#34;write.as/a/small/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Die Luft von Anfang an so schlecht wie das Muster der Sitzbezüge hässlich. Am vergangenen Donnerstag war ich zum ersten Mal im Berliner <em>Pierre Boulez Saal</em>, der wenig Wert auf einen guten ersten Eindruck legte.

Das aus zwei Uraufführungen bestehende <a href="https://www.boulezsaal.de/de/event/william-parker-104202">Konzert von William Parker</a> begann mit dem Set <em>Before I Went to Sleep, Mother Would Put a Clothes Pin on My Nose</em>, zu dem der Künstler im Programmheft schreibt: <q>Having been told that bell-pepper noses often found on Black people were inferior to the pointed bleaks of whites, she would place a wooden clothespin on my nose before I went to bed.</q> Musikalisch gefiel mir das Zusammenspiel aus Kontrabass, Violine, Violoncello und Spoken Word/Gesang nur stellenweise. Ganz nett, sehr sympathisch, aber der Funke ist nicht übergesprungen. (So wie sich die Teilnehmenden der Fernsehsendung <em>First Dates</em> oft am Ende äußern.) Meine beiden Begleiter hatten in unterschiedliche Richtungen abweichende Meinungen.</p>

<p>Nach der Pause blieben bereits einige Sitzplätze leer. Und im weiteren Verlauf des Konzerts  standen immer wieder Personen auf, gingen wie aus Qualen erlöste Seelen zum Himmel aufsteigend die Stufen von den tieferliegenden Sitzplätzen hinauf und verließen den Konzertsaal vorzeitig. Das war für mich nicht nachvollziehbar, weil das zweite Set <em>Flexible Showers of Sound</em> mit seinen unterschiedlichen Instrumenten aus verschiedenen Ecken der Welt sowie seinem Spoken Word/Gesang sehr stimmig und gelungen war. Heimlicher Star des siebenköpfigen Ensembles war für mich Jin Hi Kim, die mit ihre(r|m) <a href="https://gugak-korea.org/instrumente/geomungo">Geomungo</a>, einem koreanischen Zitherinstrument, und einer funky Rhythmusfigur die Musizierenden immer wieder auf Kurs brachte. Faszinierend auch der Moment, <a href="https://youtu.be/qkkA5yWrvww?t=1070">als Wu Wei aus einer Thermoskanne Wasser in seine Sheng, eine chinesische Mundorgel, füllte</a>. Das so genau beobachten zu können, ist der fantastischen Bühnennähe von fast allen Plätzen im <em>Pierre Boulez Saal</em> zu verdanken. Meist angenehm zähflüssig-groovy, hätte das Set lediglich gerne etwas lauter sein dürfen.</p>

<p>Beeindruckend war auch das auf der gegenüberliegenden Seite, in der ersten Reihe sitzende Paar, das einen Großteil des Konzerts entweder schlief oder andächtig aneinander gelehnt und mit geschlossenen Augen lauschte. Und war das im Oberrang und Dämmerlicht Rainer Langhans? Wer sonst trägt so eine Frisur?</p>

<p><img src="https://i.snap.as/zm9LnjNI.jpg" alt="Bühne im Boulezsaal mit Instrumenten, Noten- und Mikrofonständern, Kabeln, Lautsprechern und Stühlen kurz vor dem Konzert von William Parker."/></p>

<p><a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:Musik" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Musik</span></a> <a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:Berlin" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">Berlin</span></a></p>

<div class="post-signature"><small><a href="https://werdings.writeas.com/werdings-tiere">Werdings Tiere</a> · <a href="https://write.as/">write.as</a></small></div>
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      <pubDate>Sat, 15 Apr 2023 17:03:43 +0000</pubDate>
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    <item>
      <title>Am Freitag beim Konzert von Amythyst Kiah war der Privatclub – so wie kürzlich...</title>
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      <description>&lt;![CDATA[Am Freitag beim Konzert von Amythyst Kiah war der Privatclub – so wie kürzlich bei Matt Elliott – nur zur Hälfte gefüllt. In Zeiten etlicher Konzert- und Tourabsagen wegen zu geringer Vorverkaufszahlen ist das aber sicherlich schon als Erfolg zu verbuchen. Das Konzert selbst war fantastisch, vielleicht etwas zu kurz. Was für eine Stimme! Solo, ohne Band, nur mit Gitarren- oder Banjobegleitung hat es meinen Geschmack voll getroffen. Am Samstag nach fünfzehn Jahren in Berlin endlich im Reichstagsgebäude gewesen. Der Vortrag im Plenarsaal war unterhaltsam, auch wenn der Vortragende ein kleines bisschen zu gefallsüchtig daherkam. Anschließend im Sonnenschein die Kuppel rauf, Aussicht in alle Himmelsrichtungen und im Schneegestöber wieder runter. Mit dem erstmaligen Besuch der Berliner Doms jetzt vielleicht nicht nochmal fünfzehn Jahre warten. Am Sonntag die eigene Antriebslosigkeit genutzt, um die zehnte Staffel von American Horror Story zu Ende zu schauen. Naja, ging so. Später immerhin noch aufgerafft und aus dem knapp achthundert Seiten dicken Kochbuch den Wolfsbarsch auf Fenchel mit selbstgemachtem Fischfond gekocht.&#xA;&#xA;#musik #berlin&#xA;&#xA;div class=&#34;post-signature&#34;smalla href=&#34;https://werdings.writeas.com/werdings-tiere&#34;Werdings Tiere/a &amp;middot; a href=&#34;https://write.as/&#34;write.as/a/small/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag beim Konzert von <a href="https://amythystkiah1.bandcamp.com/">Amythyst Kiah</a> war der Privatclub – so wie kürzlich bei Matt Elliott – nur zur Hälfte gefüllt. In Zeiten etlicher Konzert- und Tourabsagen wegen zu geringer Vorverkaufszahlen ist das aber sicherlich schon als Erfolg zu verbuchen. Das Konzert selbst war fantastisch, vielleicht etwas zu kurz. Was für eine Stimme! Solo, ohne Band, nur mit Gitarren- oder Banjobegleitung hat es meinen Geschmack voll getroffen. Am Samstag nach fünfzehn Jahren in Berlin endlich im Reichstagsgebäude gewesen. Der Vortrag im Plenarsaal war unterhaltsam, auch wenn der Vortragende ein kleines bisschen zu gefallsüchtig daherkam. Anschließend im Sonnenschein die Kuppel rauf, Aussicht in alle Himmelsrichtungen und im Schneegestöber wieder runter. Mit dem erstmaligen Besuch der Berliner Doms jetzt vielleicht nicht nochmal fünfzehn Jahre warten. Am Sonntag die eigene Antriebslosigkeit genutzt, um die zehnte Staffel von American Horror Story zu Ende zu schauen. Naja, ging so. Später immerhin noch aufgerafft und aus dem knapp achthundert Seiten dicken Kochbuch den Wolfsbarsch auf Fenchel mit selbstgemachtem Fischfond gekocht.</p>

<p><a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:musik" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">musik</span></a> <a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:berlin" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">berlin</span></a></p>

<div class="post-signature"><small><a href="https://werdings.writeas.com/werdings-tiere">Werdings Tiere</a> · <a href="https://write.as/">write.as</a></small></div>
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      <pubDate>Mon, 21 Nov 2022 10:29:29 +0000</pubDate>
    </item>
    <item>
      <title>Die bestuhlte Stille des Konzerts im Heimathafen Neukölln wurde immer wieder...</title>
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      <description>&lt;![CDATA[Die bestuhlte Stille des Konzerts im Heimathafen Neukölln wurde immer wieder durch ein Gemisch aus wilden Country-Yee-haw-Rufen und begeistertem Jazz-Solo-Zwischenapplaus unterbrochen. Allein auf der Bühne spielte Chris Thile nur mit Mandoline und Gesang zwischen eigenen Stücken auch welche von Bach, Bill und Bartók. Ich hatte nicht einen Moment lang das Gefühl, dass eine weitere Person auf der Bühne oder auch nur ein weiteres Instrument dem Ganzen etwas hätte hinzufügen können, was sicherlich auch an den hervorragenden Fähigkeiten Thiles als Entertainer lag. Die eine oder andere für mich als regelmäßigen Besucher von experimentellen Konzerten handelsübliche Spielerei mit seinem Instrument beklatschte oder belachte das Publikum als ausgefallen. Der magische Moment des Abends gehörte schon im Vorprogramm der Musikerin Lau Noah, die bei ihrem letzten Stück das Publikum in zwei Hälften geteilt jeweils eine sich wiederholende Zeile singen ließ. Nach einigen, immer lauter werdenden Durchgängen hatte ich fast das Gefühl, singen zu können. »Blow out the fire«. Der Nachhauseweg führte mich durch Neuköllner Kaffeeluft.&#xA;&#xA;#musik #berlin&#xA;&#xA;div class=&#34;post-signature&#34;smalla href=&#34;https://werdings.writeas.com/werdings-tiere&#34;Werdings Tiere/a &amp;middot; a href=&#34;https://write.as/&#34;write.as/a/small/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>Die bestuhlte Stille des <a href="https://heimathafen-neukoelln.de/events/chris-thile/">Konzerts im Heimathafen Neukölln</a> wurde immer wieder durch ein Gemisch aus wilden Country-Yee-haw-Rufen und begeistertem Jazz-Solo-Zwischenapplaus unterbrochen. Allein auf der Bühne spielte <a href="https://www.christhile.com/">Chris Thile</a> nur mit Mandoline und Gesang zwischen eigenen Stücken auch welche von Bach, Bill und Bartók. Ich hatte nicht einen Moment lang das Gefühl, dass eine weitere Person auf der Bühne oder auch nur ein weiteres Instrument dem Ganzen etwas hätte hinzufügen können, was sicherlich auch an den hervorragenden Fähigkeiten Thiles als Entertainer lag. Die eine oder andere für mich als regelmäßigen Besucher von experimentellen Konzerten handelsübliche Spielerei mit seinem Instrument beklatschte oder belachte das Publikum als ausgefallen. Der magische Moment des Abends gehörte schon im Vorprogramm der Musikerin <a href="https://www.launoahmusic.com/">Lau Noah</a>, die bei ihrem letzten Stück das Publikum in zwei Hälften geteilt jeweils eine sich wiederholende Zeile singen ließ. Nach einigen, immer lauter werdenden Durchgängen hatte ich fast das Gefühl, singen zu können. »Blow out the fire«. Der Nachhauseweg führte mich durch Neuköllner Kaffeeluft.</p>

<p><a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:musik" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">musik</span></a> <a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:berlin" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">berlin</span></a></p>

<div class="post-signature"><small><a href="https://werdings.writeas.com/werdings-tiere">Werdings Tiere</a> · <a href="https://write.as/">write.as</a></small></div>
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      <pubDate>Wed, 02 Nov 2022 22:59:59 +0000</pubDate>
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      <title>»Everyone considered him the coward of the county« Der Busfahrer der M41 bietet...</title>
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      <description>&lt;![CDATA[»Everyone considered him the coward of the county« Der Busfahrer der M41 bietet allen Fahrgästen eine solide musikalische Unterhaltung und mir eine gelungene Einstimmung auf den Konzertabend. Matt Elliott tritt in dem Moment auf die Bühne, in dem ich den Privatclub betrete. Der Applaus gilt ihm. Das erste Stück ist zum Warmspielen inklusive anschließender Entschuldigung für das Saxophon: The one in the room who likes the saxophone is the arsehole playing it. Die Lüftung ist laut und dient als zusätzliche Schicht auf den vielfach aus Gitarren-, Saxophon- und Gesangsfiguren geschichteten Liedern. Vor mir im Publikum eine völlig übertrieben und zu schnell hin und her wiegende, eher wankende Person. »It&#39;s cold I&#39;m afraid / It&#39;s been like this for a day / The water is rising and slowly we&#39;re dying / We won&#39;t see a light again / We won&#39;t see our wives again« Höhepunkt des Konzerts ist eine großartig ausufernde Version von The Kursk. Und weil es schon kurz nach acht begann, ist das vielleicht halb ausverkaufte Konzert um viertel vor zehn auch schon wieder vorbei. »This is how it feels to be alone«&#xA;&#xA;Ein Mann steht Saxophon spielend und in orange-rotes Licht getaucht auf einer Bühne&#xA;smallMatt Elliott am Saxophon/small&#xA;&#xA;Ein leerer Stuhl auf einer Bühne mit Mikrophonen, einer Gitarre, einem Saxophon und vielen Effektgeräten.&#xA;smallNach dem Konzert/small&#xA;&#xA;musik&#xA;&#xA;div class=&#34;post-signature&#34;smalla href=&#34;https://werdings.writeas.com/werdings-tiere&#34;Werdings Tiere/a &amp;middot; a href=&#34;https://write.as/&#34;write.as/a/small/div]]&gt;</description>
      <content:encoded><![CDATA[<p>»Everyone considered him the coward of the county« Der Busfahrer der M41 bietet allen Fahrgästen eine solide musikalische Unterhaltung und mir eine gelungene Einstimmung auf den Konzertabend. Matt Elliott tritt in dem Moment auf die Bühne, in dem ich den Privatclub betrete. Der Applaus gilt ihm. Das erste Stück ist zum Warmspielen inklusive anschließender Entschuldigung für das Saxophon: <em>The one in the room who likes the saxophone is the arsehole playing it.</em> Die Lüftung ist laut und dient als zusätzliche Schicht auf den vielfach aus Gitarren-, Saxophon- und Gesangsfiguren geschichteten Liedern. Vor mir im Publikum eine völlig übertrieben und zu schnell hin und her wiegende, eher wankende Person. »It&#39;s cold I&#39;m afraid / It&#39;s been like this for a day / The water is rising and slowly we&#39;re dying / We won&#39;t see a light again / We won&#39;t see our wives again« Höhepunkt des Konzerts ist eine großartig ausufernde Version von <em>The <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/K-141_Kursk#Untergang">Kursk</a></em>. Und weil es schon kurz nach acht begann, ist das vielleicht halb ausverkaufte Konzert um viertel vor zehn auch schon wieder vorbei. »This is how it feels to be alone«</p>

<p><img src="https://i.snap.as/gmk15N4G.jpg" alt="Ein Mann steht Saxophon spielend und in orange-rotes Licht getaucht auf einer Bühne"/>
<small>Matt Elliott am Saxophon</small></p>

<p><img src="https://i.snap.as/juFWoPtP.jpg" alt="Ein leerer Stuhl auf einer Bühne mit Mikrophonen, einer Gitarre, einem Saxophon und vielen Effektgeräten."/>
<small>Nach dem Konzert</small></p>

<p><a href="https://tobenschmidt.writeas.com/tag:musik" class="hashtag"><span>#</span><span class="p-category">musik</span></a></p>

<div class="post-signature"><small><a href="https://werdings.writeas.com/werdings-tiere">Werdings Tiere</a> · <a href="https://write.as/">write.as</a></small></div>
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      <pubDate>Fri, 30 Sep 2022 21:59:59 +0000</pubDate>
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