Roadkill

Neulich nach einem Flohmarktbesuch – zwei blaue Schälchen Colditzer Porzellan – war ich im KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst. Ein Teil der Gruppenausstellung An Intimacy with Strangers war das Werk Roadkill von Peggy Atherton, die dafür zunächst im Straßenverkehr getötete Tiere gesammelt, dann in flüssiges Porzellan getaucht und anschließend gebrannt hatte. (Dass es sich um echte Tiere handelte, ist mir vor Ort nicht, sondern erst beim späteren Nachlesen bewusst geworden.)

Ein paar Tage zuvor erhielt ich eine Schallplattenlieferung, zu der auch eine Wiederveröffentlichung des Albums Notes Campfire von Souled American gehörte. Die langsame Band hatte ich 1999 im Vorprogramm von Granfaloon Bus im Hamburger Logo live erlebt. Auf der Innenhülle wird aus einer Kritik Jerry Renshaws aus der Austin Chronicle von 1999 zitiert:

[...] molasses rhythms, warbling hippie vocals, and meandering arrangements that lie as flat and dead as roadkill.

Anstatt sich von der Kritik abschrecken zu lassen, höre man lieber selbst:


Ich hatte noch Souled American im Ohr als ich kurz darauf Skyllumina von Ruth Goller hörte. So unterschiedlich die Musik auch insgesamt sein mag, lassen sich aber doch – ich bin da nicht zimperlich – Ähnlichkeiten heraushören:

#berlin #hamburg #musik

Werdings Tiere · write.as